Samstag, 10. Mai 2008

Monkey Mia bis Coral Bay

Am Freitag, 02. Mai, traten wir die lange Fahrt (ca. 500km) von Kalbarri nach Monkey Mia bzw. Shark Bay an.



Kurz vor Ankunft in Monkey Mia machten wir noch einen Zwischenhalt beim „Shell Beach“, ein Strand aus Abermillionen weissen Muscheln. Wunderschön, vor allem zusammen mit dem türkisblauen Meer!



Monkey Mia ist berühmt für die wilden Delphine welche jeden Morgen den Strand besuchen und so aus nächster Nähe beobachtet werden können. Ok, sie kommen natürlich weil es für ein paar der Tiere ein paar Fischchen gibt, aber es ist strikte verboten die Tiere anzufassen oder ohne Anweisung der Ranger zu füttern.
Eigentlich wollten wir bei Monkey Mia auf den Campingplatz, doch dieser war bereits voll, bzw. man bot uns einen Platz am Gartenhag in ungemütlicher Atmosphäre und ohne Strom an (aber für den vollen Preis natürlich). Also entschlossen wir uns, nach Denham, ca. 30km enfernt, zurück zu fahren und am nächsten Morgen zur Fütterung wieder zu kommen. Zu unserer Freude fanden wir dort einen sehr schönen Campingplatz mit direkter Meersicht. Wir buchten über die Reception des Campings ausserdem noch einen Bootsausflug für den nächsten Tag, welcher versprach, dass verschiedene Tiere wie Dugongs (Seekühe), Delphine und Tigerhaie beobachtet werden können.
Am nächsten Morgen machten wir uns also auf, um die Delphine live zu sehen. Wir kamen gerade zum richtigen Zeitpunkt, ca. 30min vor der Fütterung. Tatsächlich steht man da knietief im Wasser und die Tiere schwimmen unmittelbar vor den Leuten durch. Es war schon faszinierend. Ich durfte dann einem auch noch einen Fisch geben. :-) Als die Kübel leer waren, verschwanden dann aber auch die Delphine ziemlich schnell wieder... ;-)



Danach ging’s ab auf die Bootstour. Um es kurz zu sagen: war überhaupt nicht erfolgreich. Das einzige Tier das sich zeigte waren grosse Wasserschildkröten, aber jedoch in sehr geraumer Entfernung.
Dann wollten wir eigentlich den Nationalpark besuchen welcher auch gleich in der Nähe ist, aber da es die letzten Tage offenbar stark geregnet hatte, waren alle Sand/Schotterpisten bis auf eine gesperrt. Wir entschlossen uns daher, stattdessen eine schöne, kreisrunde Lagune zu besichtigen, was sich auf alle Fälle gelohnt hat. Vor allem das Fahren auf dem Sand direkt neben dem Wasser hat Spass gemacht.



Am Sonntag ging dann die Reise weiter, Ziel war Coral Bay. Wieder stand uns ein langer Tag bevor, dieses Mal war die Distanz um die 700km. Nun gut, wenn wir uns kurz vor dem Ziel nicht noch in der Pampa verirrt hätten (Joachim wollte unbedingt eine „alternative Route“ über eine Schotterpiste nehmen.. ;-) ), wären wir bereits um 16.00 Uhr in Coral Bay angekommen. Aber auch eine Stunde später reichte die Zeit noch um einen schönen Standort für unseren Camper zu suchen und 2 Trips für die kommenden Tage zu buchen.

Coral Bay liegt direkt neben dem Ningaloo Marine Park (Indischer Ozean), einem Riff, dass es locker mit dem Great Barrier Reef im Osten aufnehmen kann. Der Strand in Coral Bay ist auch nicht zu verachten. Das Meer hat hier eine türkis-blaue Farbe und ist so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann. Ausserdem werden hier die seltenen riesigen Walhaie (harmlose Plankton-Fresser die bis 18 Meter gross werden können) wie auch die beeindruckenden Mantarochen fast täglich gesichtet.

Dies wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, und so buchten wir für einen Tag eine Manta- und für den nächsten eine Walhai-Tour.

Die Mantatour beinhaltete auch noch einen Tauchgang. Zuerst konnten wir aber mit einem der riesigen Mantarays (ca. 4m Spannweite) schnorcheln. Super Erlebnis! Es störte uns einfach ein bisschen dass gewisse andere Teilnehmer der Tour das Gefühl hatten, ohne Rücksicht auf Verluste wie wild mit den Armen bzw. Flossen um sich zu schlagen um auch wirklich einen guten Blick auf das Tier zu erhaschen. Und so waren wir leider manchmal mehr damit beschäftigt, irgendwelchen Schlägen und Tritten auszuweichen als uns auf den schönen Rochen zu konzentrieren.

Der danach folgende Tauchgang war auch mässig erfolgreich, das Problem der Leute blieb bestehen, und Suti machte den Anschein (natürlich unfreiwillig), lieber wie eine Boie an der Wasseroberfläche rumzuschwimmen als zu mir auf den Meeresgrund zu kommen… ;-)
Neuer Tag, neues Glück… oder so ähnlich. Dieses Mal wurde mir der doch ein wenig übermässige Wellengang zum Verhängnis da ich ziemlich schnell seekrank werde. Als dann endlich ein Walhai gesichtet wurde, brach die Hektik wieder aus und ich hoffte, meine Übelkeit im Wasser überwinden zu können. Der Wellengang war dermassen heftig, dass wir nur am Anfang einen Blick auf den ca. 4m langen Hai erhaschen konnten, wenn dann dieser die Richtung änderte, versuchten wir mit aller Kraft ihm zu folgen. Wenn er zu weit weg schwamm, mussten wir alle wieder aufs Boot klettern und das ganze ging von vorne los. Auf jeden Fall konnten wir das Tier ein paar Mal doch für einige Zeit beobachten und waren beeindruckt.

Die Rückfahrt stellte für mich bzw. meinen Magen eine echte Herausforderung dar, während sich Joachim am Ende des Boots mit einer Freude der Gischt der Wellen hingab.
Kurz vor Ende hielten wir nochmals an einem Schnorchelspot, an welchem sich eine Hai-Putzer-Station befindet (dort lassen sich die Haie von anderen Fischen das Maul und den Körper „putzen“). Ich verzichtete, aber Joachim berichtete mir dann.

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