Sonntag, 18. Mai 2008

Singapore

Unsere letzte Station: Singapore. Wir waren beide noch nie in Asien (man lasse den unfreiwilligen Stopp von Joachim in Neu Dheli mal beiseite... ;-) ). Viel haben wir noch nicht gesehen, jetzt gehts dann los auf den Hopp-On-Hopp-Off Bus.



Dies wird unser letzter Eintrag sein bevor wir zurück in die Heimat reisen. In gut 12 Stunden geht unser Flug zurück nach Zürich.

*heul* ;-)

Danke an alle, die unserem Abenteuer beigewohnt haben!

See ya in Switzerland!



Tanja & Joachim

Broome 2. Teil - Perth

Wie schon erwähnt gaben wir unseren Camper am Montag, 12. Mai, in Broome zurück. Also am liebsten hätten wir ihn ja behalten und mit in die Schweiz genommen! ;-) Hat wirklich super Dienste geleistet und war sehr komfortabel.

Ab Montag hatten wir ein Zimmer im luxuriösen Cable Beach Club Resort in Broome. Wir genossen die entspannte Atmosphäre in diesem schönen Hotel. Ausserdem war jetzt gleich der ca. 4km langen Cable Beach vor der Haustüre. Tagsüber war es aber sehr heiss, so dass wir erst nach 16.00 Uhr an den Strand gingen um dann eine Stunde später den wunderschönen Sonnenuntergang zu bewundern. Ausflüge machten wir keine mehr, wir liessen einfach nur die Seele baumeln.


Cable Beach



Aussicht vom Hotelrestaurant

Am Mittwoch flogen wir dann weiter nach Perth. Für den ersten Tag planten wir die Stadt zu erkunden und für den zweiten buchten wir eine Fähre zu Rottnest Island, einer nahegelegenen Insel.

Das Wetter meinte es leider mal wieder nicht so gut mit uns. Am Donnerstag regnete es fast pausenlos. Laut Wetterbericht sollte der nächste Tag besser werden, was wir auch schwer hofften wegen unserem Ausflug.

Am Freitag dann zeigte sich der Himmel bewölkt und wir hofften, dass sich diese Wolken ja vielleicht noch während des Tages auflösen. War leider nicht der Fall. Zudem war es mit um die 19 Grad recht kühl.

Aber wir machten das Beste draus und packten uns warm und regensicher ein. Wir hatten Velos gemietet um die Insel zu erkunden. So düsten wir los und sahen uns die Buchten, Leuchttürme und Seen an. War trotz dem Wetter echt toll (hätte die Sonne geschienen hätten wir uns vielleicht sowieso tierisch verbrannt da wir um die 4 Stunden Velo gefahren sind).


Kilometerlange Strassen praktisch für uns alleine (Rottnest Island ist autofrei)



Um 16.00 Uhr ging dann unsere Fähre zurück zum Festland.

Am nächsten Tag mussten wir sehr früh aufstehen, da unser Flug nach Singapore um 07.35 in der Früh startete... gäääähn.. :-)

Sonntag, 11. Mai 2008

Broome

Gestern Abend sind wir bereits in Broome angekommen. Eigentlich haetten wir erst am Montag hier sein muessen um das Auto zurueckzugeben, aber als wir unseren Reisefuehrer studierten und lasen, dass Broome ein Highlight des Westens sein soll, beschlossen wir, bereits am Sonntag hier zu sein.
Eigentlich wollten wir ja vom Samstag auf den Sonntag die Zeit am Eighty-Mile-Beach verbringen. Jedoch war zu unserem Erstaunen der Zugang zum Strand nicht moeglich, resp. nur an zwei Orten (Campingplaetzen) waehrend 600km! Der Erste war ein superschoener Campingplatz direkt am Meer, aber waeren wir da geblieben, haetten wir am Sonntag wieder um die 5 Stunden nach Broome fahren muessen. Der zweite Spot hat uns dann nicht gefallen, darum beschlossen wir, direkt bis nach Broome durchzufahren.
Waehrend der Fahrt wurden wir dann noch mit dem schoensten Sonnenuntergang den wir je gesehen haben belohnt! Es sah aus, als wuerde der riesige Horizont (es hatte weder Huegel noch Baeume) in Flammen stehen. Zum dunkelroten Horizont mischten sich Farben wie violett, pink und verschiedene Blautoene.

Heute erkunden wir nun Broome und schwitzen bei ueber 30 Grad und wolkenlosem Himmel. :-)

Tom Price bis Port Hedland

Am Mittwochnachmittag, 07. Mai, kamen wir nach einer Tagesfahrt (ca. 700km) in Tom Price, einer Minenstadt etwas im Landesinneren, an.


Endlose Strassen...



Unser Camper neben einem der unzaehligen Roadtrains die im Westen ueber die Highways donnern.

Wir erkundigten uns über den Nationalpark und suchten uns danach ein Plätzchen auf einem Campingplatz. Dort trafen wir auf ein anderes Schweizer Pärchen, welches uns wärmstens empfahl, am nächsten Morgen auch an einer geführten Tour durch die ansässige Eisenmine teilzunehmen. Wir entschlossen uns, unsere Planung kurzfristig ein wenig zu ändern und auch mitzugehen.

Also standen wir am nächsten Morgen vor dem Visitor Center von Tom Price und wurden mit Schutzbrillen und Helmen ausgestattet. Die Tour war sehr eindrücklich, kaum vorstellbar was für grosse Maschinen hier den Berg abfräsen und das Material abtransportieren. Wir erfuhren unter anderem, dass das Erz auf Eisenbahnwagons verladen wird, und solch ein Zug kann gut und gerne schon mal eine Länge von 2.5 Kilometern erreichen.



Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Karijini National Park und erkundeten die erste Hälfte. Wir sahen riesige Schluchten mit kleinen Tümpeln und Bächen in der Tiefe. Auch hier war das Farbspiel zwischen dem stahlblauen Himmel, dem Grün der Pflanzen und dem Rot der Erde und der Felsen einfach traumhaft.Für die Nacht quartierten wir uns auf dem einfachen Camping-Ground im Park ein. Die Dame am Empfang machte uns noch darauf aufmerksam, dass wir keinen Müll, Esswaren oder unsere Schuhe draussen herumliegen lassen sollen, da sich sonst nachts die Dingos darüber hermachen würden. Am Abend dann lauschten wir gespannt ob wir etwas hören, war aber nicht der Fall. Aber plötzlich so um Mitternacht heulten und jaulten die was das Zeug hält! ;-)





Für den nächsten Tag hatten wir eine kleine Wanderung durch eine der Schluchten geplant, in welcher es nebst Wasserfällen auch kleinere Wasserpools zum Baden gibt. Uns klappten einfach nur noch die Kiefer runter bei dem Anblick dieser wunderschönen Landschaft. Der Wandertrail schlängelte sich durch abgebrochenen Felsen, Wiesenlandschaft und manchmal hatten wir wie das Gefühl wir seien im Urwald durch die üppige Vegetation. Immer wieder musste ein Bächlein überquert werden und in regelmässigen Abständen war ein kleiner Wasserfall zu bewundern.







Das Highlight schlechthin war aber zum Schluss ein Wasserfall, welcher in einem kleinen, glasklaren Pool mündet. Dort nahmen wir ein super erfrischendes Bad. Einfach herrlich!!





Der Aufstieg danach war kurz und nach einer kleinen Zwischenmahlzeit fuhren wir weiter mit dem Ziel am frühen Abend in Port Hedland anzukommen.

Diese Stadt würde sicherlich keinen Preis für die schönste Stadt des Westens erhalten. Port Hedland ist eine Industriestadt mit rund 4'500 Einwohnern. Hier dominieren Road-Trains, Eisenbahnen, Strommasten und eine karge „soweit das Auge reicht“ Ebene. Imposant ist hier der Hafen mit den riesigen Schiffen, die unter anderem das Erz verladen.

Samstag, 10. Mai 2008

Monkey Mia bis Coral Bay

Am Freitag, 02. Mai, traten wir die lange Fahrt (ca. 500km) von Kalbarri nach Monkey Mia bzw. Shark Bay an.



Kurz vor Ankunft in Monkey Mia machten wir noch einen Zwischenhalt beim „Shell Beach“, ein Strand aus Abermillionen weissen Muscheln. Wunderschön, vor allem zusammen mit dem türkisblauen Meer!



Monkey Mia ist berühmt für die wilden Delphine welche jeden Morgen den Strand besuchen und so aus nächster Nähe beobachtet werden können. Ok, sie kommen natürlich weil es für ein paar der Tiere ein paar Fischchen gibt, aber es ist strikte verboten die Tiere anzufassen oder ohne Anweisung der Ranger zu füttern.
Eigentlich wollten wir bei Monkey Mia auf den Campingplatz, doch dieser war bereits voll, bzw. man bot uns einen Platz am Gartenhag in ungemütlicher Atmosphäre und ohne Strom an (aber für den vollen Preis natürlich). Also entschlossen wir uns, nach Denham, ca. 30km enfernt, zurück zu fahren und am nächsten Morgen zur Fütterung wieder zu kommen. Zu unserer Freude fanden wir dort einen sehr schönen Campingplatz mit direkter Meersicht. Wir buchten über die Reception des Campings ausserdem noch einen Bootsausflug für den nächsten Tag, welcher versprach, dass verschiedene Tiere wie Dugongs (Seekühe), Delphine und Tigerhaie beobachtet werden können.
Am nächsten Morgen machten wir uns also auf, um die Delphine live zu sehen. Wir kamen gerade zum richtigen Zeitpunkt, ca. 30min vor der Fütterung. Tatsächlich steht man da knietief im Wasser und die Tiere schwimmen unmittelbar vor den Leuten durch. Es war schon faszinierend. Ich durfte dann einem auch noch einen Fisch geben. :-) Als die Kübel leer waren, verschwanden dann aber auch die Delphine ziemlich schnell wieder... ;-)



Danach ging’s ab auf die Bootstour. Um es kurz zu sagen: war überhaupt nicht erfolgreich. Das einzige Tier das sich zeigte waren grosse Wasserschildkröten, aber jedoch in sehr geraumer Entfernung.
Dann wollten wir eigentlich den Nationalpark besuchen welcher auch gleich in der Nähe ist, aber da es die letzten Tage offenbar stark geregnet hatte, waren alle Sand/Schotterpisten bis auf eine gesperrt. Wir entschlossen uns daher, stattdessen eine schöne, kreisrunde Lagune zu besichtigen, was sich auf alle Fälle gelohnt hat. Vor allem das Fahren auf dem Sand direkt neben dem Wasser hat Spass gemacht.



Am Sonntag ging dann die Reise weiter, Ziel war Coral Bay. Wieder stand uns ein langer Tag bevor, dieses Mal war die Distanz um die 700km. Nun gut, wenn wir uns kurz vor dem Ziel nicht noch in der Pampa verirrt hätten (Joachim wollte unbedingt eine „alternative Route“ über eine Schotterpiste nehmen.. ;-) ), wären wir bereits um 16.00 Uhr in Coral Bay angekommen. Aber auch eine Stunde später reichte die Zeit noch um einen schönen Standort für unseren Camper zu suchen und 2 Trips für die kommenden Tage zu buchen.

Coral Bay liegt direkt neben dem Ningaloo Marine Park (Indischer Ozean), einem Riff, dass es locker mit dem Great Barrier Reef im Osten aufnehmen kann. Der Strand in Coral Bay ist auch nicht zu verachten. Das Meer hat hier eine türkis-blaue Farbe und ist so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann. Ausserdem werden hier die seltenen riesigen Walhaie (harmlose Plankton-Fresser die bis 18 Meter gross werden können) wie auch die beeindruckenden Mantarochen fast täglich gesichtet.

Dies wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, und so buchten wir für einen Tag eine Manta- und für den nächsten eine Walhai-Tour.

Die Mantatour beinhaltete auch noch einen Tauchgang. Zuerst konnten wir aber mit einem der riesigen Mantarays (ca. 4m Spannweite) schnorcheln. Super Erlebnis! Es störte uns einfach ein bisschen dass gewisse andere Teilnehmer der Tour das Gefühl hatten, ohne Rücksicht auf Verluste wie wild mit den Armen bzw. Flossen um sich zu schlagen um auch wirklich einen guten Blick auf das Tier zu erhaschen. Und so waren wir leider manchmal mehr damit beschäftigt, irgendwelchen Schlägen und Tritten auszuweichen als uns auf den schönen Rochen zu konzentrieren.

Der danach folgende Tauchgang war auch mässig erfolgreich, das Problem der Leute blieb bestehen, und Suti machte den Anschein (natürlich unfreiwillig), lieber wie eine Boie an der Wasseroberfläche rumzuschwimmen als zu mir auf den Meeresgrund zu kommen… ;-)
Neuer Tag, neues Glück… oder so ähnlich. Dieses Mal wurde mir der doch ein wenig übermässige Wellengang zum Verhängnis da ich ziemlich schnell seekrank werde. Als dann endlich ein Walhai gesichtet wurde, brach die Hektik wieder aus und ich hoffte, meine Übelkeit im Wasser überwinden zu können. Der Wellengang war dermassen heftig, dass wir nur am Anfang einen Blick auf den ca. 4m langen Hai erhaschen konnten, wenn dann dieser die Richtung änderte, versuchten wir mit aller Kraft ihm zu folgen. Wenn er zu weit weg schwamm, mussten wir alle wieder aufs Boot klettern und das ganze ging von vorne los. Auf jeden Fall konnten wir das Tier ein paar Mal doch für einige Zeit beobachten und waren beeindruckt.

Die Rückfahrt stellte für mich bzw. meinen Magen eine echte Herausforderung dar, während sich Joachim am Ende des Boots mit einer Freude der Gischt der Wellen hingab.
Kurz vor Ende hielten wir nochmals an einem Schnorchelspot, an welchem sich eine Hai-Putzer-Station befindet (dort lassen sich die Haie von anderen Fischen das Maul und den Körper „putzen“). Ich verzichtete, aber Joachim berichtete mir dann.

Donnerstag, 1. Mai 2008

The adventure goes on...

Am Tag nach der Ankunft in Cervantes gingen wir in den Nambung National Park, in welchem sich die Pinnacles befinden. Das Wetter hatte zum Glück wieder auf Sonne umgestellt, allerdings noch mit einigen Wolken und von Zeit zu Zeit regnete es nochmals.




Nach dem Besuch im NP war unser nächstes Ziel Geraldton. Dort parkierten wir uns auf einem schönen Campingplatz ein welcher nur wenige Schritte vom Meer entfernt war. Doch zum Baden lud das Meer nicht wirklich ein, es hatte gewaltige Wellen.
Heute morgen setzten wir dann unsere Fahrt Richtung Norden fort.
Nächstes Ziel war der Kalbarri National Park der für seine Schluchten bekannt ist. Die Fahrt dorthin war superschön, hat uns sogar besser gefallen als der Highway No. 1 in Kalifornien. Das Farbspiel zwischen der grünen Buschlandschaft und der roten Erde ist einmalig. Ausserdem konnten wir immer wieder eine Abzweigung zum Meer nehmen, an dessen Ende riesen Klippen zum türkisen Ozean hinabfielen. Uns war klar dass wir hier unbedingt eine Nacht blieben wollten, zudem der kleine Ort Kalbarri selbst schon mega schön ist. Ein gemütliches gepflegtes Örtchen direkt am Meer. Nachdem wir unseren Campingplatz ausgesucht hatten machten wir uns auf den Weg in den eigentlichen Nationalpark. Die Schluchten waren beeindruckend. Besonders hat uns jedoch die Fahrt auf der ungeteerten Strasse gefallen, auf welcher wir auch mal unseren 4x4 ein bisschen fordern konnten.. ;-) Eine wirklich lästige Plage sind allerdings die Fliegen, welche sich zu hunderten auf Mund, Nase und Ohren stürzen (ich dachte, im Redcenter sei es schlimm, nun weiss ich, im Westen ist's noch schlimmer! ;-) ). Ich hatte bereits ein Fliegennetz, und Joachim kaufte sich auch gleich bei der nächsten Gelegenheit eins. Ist wirklich Gold wert das Ding!

Wow!!



Durch die Fliegennetze hat dieses Bild nun leider eine ungewollte Komik... ;-)

Am Abend haben wir dann den Sonnenuntergang am Strand verfolgt und später auf dem riesigen Sternenhimmel nach Sternschnuppen Ausschau gehalten..

ach kann das Leben schön sein! :-)

Morgen fahren wir dann nach Monkey Mia an der Shark Bay.