Am Donnerstagnachmittag sind wir in Cairns angekommen. Eigenlich wollten wir einen längeren Stopp in Mission Beach machen, aber das Wetter war ziemlich übel und wir hatten irgendwie das Gefühl, dass bald ein Sturm aufziehen könnte. Also schauten wir uns dort nur kurz um und fuhren dann weiter. Übrigens haben wir dort per Zufall zwei Typen, welche mit uns auf der Whitsunday Segeltour waren wiedergesehen, und sie sollten auch nicht die letzten bekannten Gesichter gewesen sein welche wir in der Umgebung Cairns wieder getroffen haben, aber dazu später.
Wir kamen also in Cairns an und fragten uns wo wir übernachten sollten. Wir hatten ja für Samstag sowieso eine Reservation in einem Hotel, noch vom Reisebüro aus. Aber wir sind ja 2 Tage früher als vorgesehen in Cairns angekommen.
Nachdem wir uns ein paar Hotels angesehen hatten, entschieden wir uns, doch in dies Hotel zu gehen in welchem wir dann auch ab Samstag waren (es ist eben ein bisschen abgelegen vom City Center). Die Dame am Empfang entpuppte sich als echt blöde Kuh, zuerst erklärte sie uns den Weg zum Parking falsch bzw. zeichnte es falsch auf dem Lageplan ein (wir irrten auf dem grossen Gelände herum bis wir fast wahnsinnig wurden) und dann war in unserem Appartement nur ein Bett obwohl wir mehrmals betonten dass wir zwei Betten wünschen. Sie selbst glaubte uns am Telefon nicht, es musste erst jemand vorbeikommen um nachzusehen. Als dann feststand dass das Bett also wirklich 1 Bett ist (nicht teilbar) konnten wir unser Gepäck ins nächste Gebäude schleppen. Naja, Ärger beiseite, wir sind ja in den Ferien! :-)
Auf jeden Fall fanden wir einen guten Anbieter für meine gewünschten Tauchgänge am Barrier Reef (und Schnorcheln für Mami) und buchten dies gleich. Wir waren also schon voller Vorfreude für den nächsten Tag. Gleichzeitig hofften wir, dass das Wetter besser würde, es war nämlich seit Donnerstag sehr bewölkt und regnete von Zeit zu Zeit.
Ich machte insgesamt 3 Tauchgänge und wir sahen wirklich schöne Korallen und Unmengen an farbigen Fischen. Mami sah beim Schnorcheln auch noch eine Schildkröte. War ein super Erlebnis!
Blubb... ;-)
Beim Rückweg hatte es leider ziemlich starken Wellengang, und mir wurde es trotz einigen Tabletten recht übel. Aber nach 30min Hinlegen ging’s dann wieder… :-)
Am Sonntag startete dann unsere Regenwald-Tagestour. Am Vormittag fuhren wir nach Port Douglas um dort nochmals einen Wildlife-Park zu besichtigen. Da hatten wir wieder die Gelegenheit die süssen Kängurus und Wallabys zu knuddeln. ;-)
Als Highlight empfanden wir übrigens die Strecke Cairns – Port Douglas, ist eine superschöne geschwungene Küstenstrasse. Erinnerte mich stark an den Highway No. 1 in Kalifornien, einfach noch mit extrem üppiger Vegetation.
Nach dem Tierpark ging’s weiter in die Tiefen des Regenwalds. Dort machten wir einen kurzen Walk und der Guide erklärte einiges zu Flora und Fauna.
Dann fuhren wir zum Cape Tribulation, ein Strand umgeben von dem schönen Regenwald dort.
Zum Mittagessen gingen wir in ein Resort direkt am Strand und trotzdem inmitten des Dschungels (sehr empfehlenswert für 2-3 Tage absolutes Nichtstun). Dort trafen wir dann unverhofft die beiden Schweizerinnen von der Fraser Island Tour wieder, welche dort für 2 Tage ausgespannt hatten.
Zum Schluss war noch eine Schifffahrt auf dem Daintree-River angesagt. Dort sind die gefrässigen „Salties“ (Salzwasser-Krokodile, Süsswasser-Krokis heissen „Freshies“ hier, finde diese Benamslung irgendwie süss ;-) ) heimisch und wir konnten auch einige kleinere Exemplare bewundern. Dann plötzlich lag da auf einer Sandbank sicher so ein 5-Meter-Viech und im Schiff ging ein Raunen durch die Menge! ;-) Man möchte sich lieber nicht vorstellen was passieren würde wenn man da schwimmen geht.. Auf diesem Cruise trafen wir dann noch ein englisches Pärchen wieder welches mit uns auf der Whitsunday Segeltour war.
Schönes Bächlein in Mitten des Regenwalds..
Dann ging’s wieder zurück nach Cairns. Während der Fahrt leuchtete uns auch noch ein strahlender Vollmond den Weg, einmalig.
Heute Vormittag ging unser Flug nach Alice Springs. Wir hatten glücklicherweise einen Fensterplatz, denn es war sehr interessant die Landschaft von oben zu betrachten. Nach einer knappen Stunde Flug (der gesamte Flug dauerte 2.5 Std.), sah es komplett anders aus als noch in Cairns! Die üppige, satt-grüne Vegetation war wie verschwunden und stattdessen sah es trocken und nach Buschlandschaft aus. Nach weiteren 30min kam plötzlich wie eine „Grenze“, rechts noch Büsche oder so was, und links davon nur noch Wüste, mit der klassischen roten Erde. Sehr eindrücklich. Dieser Kontinent ist wirklich vielseitig.
In Alice Springs angekommen, wollten wir uns ein Taxi zum Hotel schnappen. Diese Idee hatten auch ca. 20 weitere Leute. Wir dachten zuerst, kein Problem, wir sind ja am Flughafen und da hat’s immer eine Menge Taxis. Denkste. Wir kamen nach einer Stunde Warten in der glühenden Sonne und bei 30° im Schatten zum Schluss, dass der Taxicorps von Alice Springs aus 3-4 Taxis bestehen musste. Denn während dieser Stunde kamen gerade mal diese Anzahl von Taxis um Leute aufzunehmen, und dies trotz mehrmaligem Anrufen bei der Taxifirma. Ich beschwerte mich bei einem Flughafenmitarbeiter und der rückte völlig unverhofft eine Nummer einer privaten Taxifirma raus (er hätte ja von selbst der wartenden Menge einen Tipp geben können). Ich rief da an und Simsalabim, nach 5min stand ein netter Chauffeur da welcher uns zum Hotel fuhr.
Puuuuhh. Da sind wir jetzt und müssen morgen ganz schön früh aus den Federn. Um 05.55 Uhr werden wir abgeholt für unsere 3-tägige Uluru/Ayers-Rock Tour. Sind schon sehr gespannt, wir haben uns auf jeden Fall schon ein Fliegennetz besorgt welches wir uns über den Kopf ziehen können, da uns von mehreren Seiten schon gesagt wurde, dass die Fliegen im Redcenter eine riesen Plage sind. Die kriechen scheinbar zu dutzenden in Ohren, Nase und Augen.. wääh!

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